Dias und Filmstreifen scannen - .: Gerd Zentgraf - private Homepage :.

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Dias und Filmstreifen scannen

Fotos
Ich war einige Jahre lang auf der Suche nach einem Scanner, der meine Dias (Wechselrahmen mit Glas, Herkunft DDR) verarbeiten kann. Ähnlich aussehende Modelle gibt es öfters auch bei Discountern. Einen Fehlkauf im Foto-Fachhandel mit Rückgabe hatte ich auch schon.

Daher fand keine permanente Suche mehr statt, ich hatte es quasi aufgegeben.

Das Problem: die DDR-Wechselrahmen sind zwar in den Abmessungen (Höhe x Breite) identisch, nicht aber in der Stärke. Die Bauweise der Wechselrahmen geht von sehr stabil (blau, grün - siehe Bild) bis hin zu sehr einfach (grau-schwarz). Hinzu kommen die beiden Gläser die das Positiv schützen. Und die sind meiner Erfahrung nach unterschiedlich dick. Somit scheiden Verfahren aus, wo die Wechselrahmen einfach durchgeschoben oder einzeln ausgeworfen werden, egal ob mit Diahalter oder ohne. Selbst ein Diahalter bereitet Probleme, wenn die dicken Wechselrahmen dazu führen, dass die Diahalter sich nicht korrekt schliessen lässt, quasi zu dick wird. Er »bläht« auf und kann so nicht durch die Öffnung geschoben werden.

Ein Tipp aus dem privaten Umfeld sollte Abhilfe schaffen. Dazu gab es 4 Probedias, der Scan kam per E-Mail und überzeugte. Der persönliche Kurzbericht - keine Probleme beim Durchziehen, kein Verklemmen ... - rundeten die Sache ab. Der Kauf wurde eingeleitet.

DDR-Dias scannen - Sammlung: Gerd Zentgraf
Reflecta x7-Scan

Es sind 4 Halter dabei, u.a. für Negativ und Positiv als 6er Streifen (35 mm) oder Dia (3 Stück 5 x 5 cm bis 3,2 mm Stärke). Die optische Auflösung ist 3200 dpi, die Bildauflösung beträgt 4416 x 2944 Pixel. Somit beträgt die Dateigrösse ca. 2 MB je Scan. Ein 2,4 Zoll LCD-Display dient der Kontrolle. Das Gerät arbeitet im Netzbetrieb oder per Akku. Eine SD-Card nimmt die Scans auf. Meine hat 32 GB Speicherkapazität. Per USB kann man diese Scans auf den Computer übertragen.

Der Scanvorgang geht relativ zügig, das Nachladen hängt vom Bediener ab. Ohne Nacharbeit geht es nicht (Staubkörner, Farbe, ...). Die Qualität der Scans reicht völlig aus für eine Wiedergabe am Computer oder TV. Wir bewegen uns im Privatbereich, es geht vorrangig um die Motive und den Rückblick in die damit verbundene Geschichte. Quasi als bleibende Errinnerung.

Hier gibt es das ◄ Handbuch zum Reflecta x7-Scan und weitere zahlreiche Infos.

Wechselrahmen mit Glas schützen das Dia. Allerdings kann sich Kondenswasser (siehe oben am Rand im Beispiel 1) bilden. Und das wird als unförmige Ringe sichtbar. Dazu reichlich Staub, beim Öffnen des Wechselrahmens bricht das Glas sehr schnell.
Frage: Öffnen und reinigen oder nacharbeiten?
Hier das Beispiel 1 (alles in der Auflösung 4416 x 2944 Pixel): Original, Nachbearbeitung
Kaum Nacharbeit gab es im Beispiel 2: Original, Nacharbeitung

Farb-Negative aus den 90er Jahren als Streifen klappen auch bestens. Sie sind nach der Bestellung der Abzüge ja schon geschnitten, verpackt in Fototaschen, teils mit Index-Abzug. Der Negativ-Streifen muss nur von den Klebestreifen aus Nachbstellungen befreit werden.

Schwarz/weiss-Negative bereiten auch keine Probleme. Allerdings kann man keinen kompletten Rollfilm durchschieben.
Laut Anbieter gibt es alternativ den RPS 10M, der eine ganze Filmrolle von bis zu 36 Bildern automatisch einziehen kann: reflecta RPS 10M


Der Reflecta x7-Scan kommt mit dem Problem der DDR-Wechselrahmen klar
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